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Ökologische Bioprodukte und das Geschäft mit den Nahrungsmitteln

Lebensmittel

Durchschnitt um 33 % sind allein im Jahr 2010 weltweit die Lebensmittelpreise angestiegen und haben 40 Millionen Menschen in den Hunger und in extreme Armut getrieben. Verantwortlich hierfür waren nicht allein Dürren noch die ständig steigende Nachfrage für Biosprit, sondern unverantwortliche Lebensmittelpreis-Spekulationen in den Finanzmärkten. Banker und Geldgeber von Hedge Fonds wagen sich mit Lebensmittelpreis-Spekulationen aufs Rohstoff-Handelsparkett und bestimmen so den Preisanstieg von Lebensmitteln. Hochgeschraubte Spekulationen führen zu größeren Profiten, dabei wird durch die Geldgier die Prognose künftiger Lebensmittelpreise übertrieben.
Weltweit geht einer von sechs Menschen jeden Abend hungrig zu Bett. Es ist aber nicht nur der Hunger. Für die Gesunderhaltung sind abwechslungsreiche Nahrungsmittel erforderlich. Einseitige Ernährung das ständige Verzehren von "Billigprodukten" führt Mangelerscheinungen oder schadet der Gesundheit. Verfügt der menschliche Organismus nicht über ausreichende Abwehkräfte, so wirkt sich dies Fördern auf die Ausbreitung von Epidemien aus.

Begriffe, wie "Natürliche, ökologische Bioprodukte" die neue "Wissenschaft", Globalklimatologie die weniger zur wirtschaftlich-ökologischen Lösung herangezogen wird, sondern zur Begründung von Engpässen auf dem Rohstoffmarkt und auferlegten Zwangsmaßnahmen herangezogen wird, dient vordergründig knallharten wirtschaftlichen Interessen. Dazu werden klug ausgedachte Marketingkonzeptionen entwickelt, um den Verbraucher zum Kauf für Produkte zu motivieren, bestimmte (zum Teil unwirtschaftliche) Leistungen gegenüber anderen hervorzuheben und versteckte Steuer zu erheben. Im Unterschied zum echten Schutzanliegen für die reale Umwelt und Natur - erfinden Einrichtungen die Probleme selber, die sie hinterher bekämpfen wollte.

Die Bioprodukte - Lebensmittel

Salate aus Bioprodukten

Es gibt keinen einzigen wissenschaftlichen Beweis dafür, dass Biokost wirklich gesünder ist. Es gibt auch keine Studie, die belegt, dass Biokost besser schmeckt. Biologischer Landbau ist längst ein Geschäft mit industriellen Maßstäben geworden. Also eine Propaganda von Bio-Aktivisten. Zudem befinden sich die Bioprodukte auf den Weg der Industrialisierung. Stellen Sie sich zum Beispiel an einen Bioladen und betrachten Sie die Menschen, die dort einkaufen. Sie werden sicherlich keine gesunden Menschen antreffen. Viel besser ist der jahreszeitliche Verzehr von Produkten, welche gerade reifen.
Die EU-Kommission stellt sich bei der hiesigen Marktzulassung von Stevia quer, obwohl diese in Japan schon die Hälfte des Süßwarenmarktes erobert hat. Ihre Süßkraft ist enorm, sodass viel Zucker eingespart werden kann.[13]

Ein Bio-Ei bleibt trotzdem nur ein Ei. Wenn sich ein Huhn wohlfühlt, dann legt es auch Eier. In der übertechnisierten Welt, die voller Hektik abläuft und in der man langsam vergessen hat, dass man ein Bestandteil der Natur ist, sind gerade diese Begriffe wirksam und vermitteln ein fiktives Umweltbewusstsein. Unter dieser Tarnung können alle möglichen Produkte mit verschiedensten Inhaltsstoffen vermarktet werden, bis sich herausstellt, dass trotzdem gesundheitliche Probleme auftreten können. Durch die Stiftung Warentest (Mitteilung über Rundfunk 27.9.2007) wurden die Bio-Produkte mit konventionell erzeugten Produkten verglichen. Bio-Produkte schmecken nicht besser und leiden unter Qualitätsschwankungen. Fleischwaren verderben schneller, da Konservierungsstoffe fehlen. Bio-Produkte beinhalten dafür keine Chemie. Werden zum Beispiel gezielt Pestizide in der richtigen Dosierung bei der Feldbestellung eingesetzt, so kann der Befall durch wesentlich gesundheitsgefährdende Pilze vermieden werden. (Eine kleine Einführung zur Lebensweise von Schimmelpilzen.)
Teurer, aber nicht besser Die Stiftung Warentest hat aus der Prüfungen der letzten fünf Jahre festgestellt, dass Lebensmittel mit dem Biosiegel konventionellen Produkten nicht überlegen sind. Sie sind teurer, aber nicht besser. [5]

Wie öko ist "Öko-Test" eigentlich? www.sonnenseite.com

Umstrittene Ballaststoffe

Vollkorn-Müsli, Weizenkleie, Körnerbrot - gesünder geht's nicht. So haben wir es jedenfalls gelernt. Doch neue Laborversuche haben jetzt die viel gerühmten Ballaststoffe ins Gerede gebracht. Sind sie sogar schädlich? Vor allem Weizenkörner enthalten drei Stoffe (Lektine, Enzyminhibitoren und Phytinsäure), die gar nicht oder nur schwer verdaulich sind und u. a. im Tierversuch bei Ratten zu Darmschäden führten. Das Problem:

  1. In den umstrittenen Studien wurden diese Stoffe in einer Konzentration eingesetzt, wie sie bei normaler Ernährung nicht vorkommen.
  2. Klinische Studien am Menschen, die die Ergebnisse erhärten könnten, fehlen bisher.

Vollkornbrot - gesund oder nicht? Lassen Sie Ihren Bauch entscheiden.
Soll ich jetzt lieber Weißbrot essen?
Wenn Sie Vollkornprodukte bisher gut vertragen haben, können Sie ruhig dabei bleiben. Wer dagegen mit Blähungen, Verdauungsproblemen oder gar Reizdarm-Symptomen auf die schwere, naturbelassene Körnerkost reagiert, sollte lieber auf seinen Bauch hören und sich nicht zum Vollkornverzehr zwingen. Der Biss in die weiße Frühstückssemmel oder ein gekochter Haferbrei sind dann allemal gesünder. [3]

Nahrungsergänzung

Nahrungsergänzungsmittel sind derzeit die besten Kassenschlager. Die synthetischen Pillen, Säfte und Zäpfchen sind sicherlich dann wichtig, wo durch den Abbau der Körperfunktionen oder bei Krankheiten Defizite auftreten. (Informationen zur Zusammensetzung und Wirkung der Mineralien.) Bei normalen Lebens- und Essgewohnheiten wird es kaum Probleme geben. Noch nie war die Lebenserwartung so hoch wie heute. Dies ist sicherlich kein alleiniger Verdienst der Nahrungsergänzung, der Lebensmittel aus dem Bioladen oder des ökologischen Landbaus.

Ökologische Landwirtschaft

Mit der ökologischen Landwirtschaft könnte man hier fortfahren. Im fernen Osten hat man ständig auf einen ökologischen Kreislauf geachtet. Hier im Westen wurde sich nur auf die Erzeugnisproduktion orientiert.
Die Schwachstellen der EU-Agrarpolitik wurden mit der BSE-Krise nur etwas deutlicher. Mit der bestehenden Marktordnung werden die Steuerzahler gleich mehrfach belastet. Sie müssen die Gelder für die Agrar-Subventionen aufbringen, als Verbraucher die künstlich hoch gehaltenen Preise und schließlich mit den Kosten für die Vernichtung fehlproduzierter Agrarprodukte belastet. Dazu kommt auch die bereits oben genannte Herstellung von Bio-Kraftstoff.

Das Geschäft mit den Nahrungsmitteln

Gesunde Nahrungsmittel

Die USA verwendet in diesem Jahr 138 Millionen Tonnen Mais nur für die Herstellung von Biotreibstoff. Diese Menge fehle für die Lebensmittelproduktion. Die angestrebte hohe Beimischungspflicht von Biokraftstoffen gefährde Überlebensperspektiven für Millionen von Menschen. Das "International Food Policy Research Institute" in Washington hat festgestellt, wonach bei jedem Prozentpunkt, um den die Nahrungsmittelpreise steigen, zusätzlich 16 Millionen Menschen auf der Welt von Hunger bedroht seien!
(Im Juni 2009 berichteten die Medien, dass zu dieser Zeit bereits 1 000 000 000 Menschen hungerten, weil die Lebensmittel zu knapp und zu teuer sind.)
"Um einen 100-Liter-Tank mit Bioethanol zu füllen, braucht man so viel Getreide, wie ein Mensch lebenslang zur Nahrung benötigt."!! [8, 11]
Für einen Liter Bioethylenkraftstoff aus Mais werden in den USA zwei Liter Wasser verbraucht und die Herstellung benötigt fast so viel Energie, wie der Liter freisetzt.
"Seit im August 2006 für den Biosprit neun Cent pro Liter Energiesteuer verlangt werden, ist der Preisvorteil dahin. Das hat nun verheerende Folgen für die Biosprit-Branche. Laut der Berliner Zeitung mussten in den letzten Monaten die Hälfte der Produktionskapazität heruntergefahren oder sogar stillgelegt werden. Einige Biodieselanlagen wurden schon demontiert und ins Ausland gebracht. Die deutsche Biosprit-Branche steckt in der Krise." Um da heraus zu kommen, denkt man über eine Erhöhung der Zumischungsquoten bei Biodiesel von jetzt 4,4 Prozent auf 7 Prozent nach. Sprich die Mineralölwirtschaft soll mehr Biokraftstoffe abnehmen. [4]

Treibhauseinfuss durch GaseIn einer Studie zeigt der Nobelpreisträger (Chemie) Paul Crutzen die schwerwiegenden Nachteile von Biosprit bezogen auf die Umweltbilanz auf. Raps für den Diesel und vor allem Mais und Zuckerrohr für Ethanol, nehmen aus der Luft für Ihren Wachstum mehr Kohlendioxid auf als bei der Verbrennung von Biosprit entsteht. Es entsteht aber Distickstofmonoxid N2O (Lachgas). Ein Gramm Lachgas wirkt als Treibhausgas etwa dreihundertmal (!) so stark wie die gleiche Menge an Kohlendioxid. Siehe Grafik.

Verursachte Treibhauseffekt:
- Rapsdiesel bis zu 1.7 Mal so groß wie der von herkömmlichem Diesel.
- aus Mais destillierte Alkohol hat bis zu 50 % mehr als Normalbenzin.
- Ethanol aus Weizen zwischen 30 und 100 % stärker als Benzin.

Nur Sprit aus Zuckerrohr schneidet positiv ab, da beim Zuckerrohranbau in den tropischen Ländern oft wenig gedüngt wird. [6] Des Weiteren entsteht aus Distickstoffmonoxid auch Stickoxide. Sie sind einerseits am bodennahem Smog beteiligt und sollen aber auch die Ozonschicht beienflussen.

"Die NGOs (Nichtregierungsorganisationen) und die deutsche Politik setzen auf erneuerbare Energie. Diese sind im Wesentlichen Biobrennstoffe, Wind- und Solarenergie. Im Jahre 2007 wurden in Europa 4 Millionen und in den USA etwa 20 Millionen Tonnen Biobrennstoffe vor allem aus Brotgetreide und Zuckerpflanzen hergestellt. Die zunehmende Konkurrenz um verfügbare Anbaufläche hat innerhalb eines Jahres zu einer Verdopplung des Weltmarktpreises von Mais geführt." ... Damit werden aber auch die Preise anderer Produkte wie Fleisch und Milch in die Höhe gezogen. "Die Folgen dieser Politik für die Ernährungssicherheit der Menschheit und der Gesundheit der Umwelt stehen auf einem anderen Blatt." [7]

Windanlage

Biokraftstoffe ist keine klimaneutrale Alternative zu fossilen Brennstoffen, weil beim Verbrennen nur so viel CO2 entweicht. Mit der Verknappung fossiler Brennstoffe wird der Druck zur Nutzung von Energiepflanzen massiv steigen. Zum Ende des Jahrhunderts, so prognostizieren Jerry Melillo vom Marine Biological Laboratory Woods Hole (US-Bundesstaat Massachusetts) prognostiziert, dass zum Ende des Jahrhunderts die Anbaufläche für Biokraftstoffe größer sein wird als für Lebensmittel. Es muss die landwirtschaftliche Fläche für den Anbau der Energiepflanzen berücksichtigt sowie auch die indirekten Folgen - etwa wenn der Lebensmittelanbau auf Flächen verdrängt wird, die eigens dafür abgeholzt werden. Bei der Rodung von Wäldern kommt sehr viel Kohlendioxid in die Erdatmosphäre. Durch diese Verdrängung könne doppelt so viel Kohlenstoff freigesetzt werden wie beim Anbau der Energiepflanzen selbst. Noch größer ist das Problem der zunehmenden Stickstoffdüngung. Das dabei entstehende Treibhausgas Distickstoffoxid (N2O) belastet die Erdatmosphäre stärker als CO2. Mehr als die Hälfte der N2O-Emissionen wird aus dem Anbau von Energiepflanzen stammen. [12]

Teil 2: Vom Naturschützer zum Handlanger


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