Magazin Gesundheit

Eine weitere WordPress-Website


Leicht eine Sprache lernen
Hypersmash.com



Schwimmen als Hilfe gegen Diabetes

Erstellt von retep11 am 13. September 2013

Ich schwimme seit meiner Kindheit in einem Schwimmverein und heute beim Postschwimmverein. Nach meinem schwereren Unfall hat mir das Schwimmen sehr geholfen, wieder auf die Beine zu kommen. Die Trainingszeiten für Senioren waren bis vor 11 Jahren auf einmal pro Woche begrenzt. Familie, Studium und Arbeit, erlaubte es mir zeitmäßig nicht mehr zu schwimmen. Vor über 10 Jahren ging es mir körperlich auch nicht gut. Die Lendenwirbel- und Halswirbelsäule sind vollkommen kaputt. Die Orthopädin wollte mich zur Wassergymnastik schicken. Ich dachte mir, dann kannst Du auch lieber wieder richtig schwimmen. Eine andere Ärztin stelle in der gleichen Zeit bei mir Diabetes fest, der Wert lag bei über 7. Deshalb hatte ich auch einige Lebensmittel von meinem Speiseplan gestrichen, wie Mayonnaise und Marmelade.
Zu diesem Zeitpunkt träumte ich davon, einmal 3 Kilometer in der Woche zu schwimmen und von 7 km wie früher, wagte ich gar nicht erst zu träumen. Auf der Bahn wurde ich von den anderen überholt und meine Zunge hing von den Anstrengungen heraus. Durch systematische Steigerungen wurden es dann mehrere Kilometer pro Woche. Allerdings vorwiegend als Ausgleichssport und weniger auf hohe Geschwindigkeit ausgerichtet. Mein allgemeines Wohlbefinden hat sich sehr verbessert. Die Bandscheiben sind nicht besser geworden. Aber wenn ein Vorfall auftritt, dann ist dieser in einer wesentlich kürzeren Zeit weg als früher. Die Bewegungen im Wasser sind durch die Schwerkraft leichter und die Verkrampfungen gehen zurück. Neben der konditionellen Verbesserung trat aber auch ein weiterer positiver Effekt auf. Mein Blutzucker hat sich um den Wert 4 eingepegelt.

Peter Rauch beim Schwimmen

Beim Schwimmen verbrennt man schnell Kalorien, da praktisch alle Körperteile beansprucht werden. Die Übungen im Wasser sind nicht nur Schwimmen, sondern auch Wassergymnastik. Schwimmen ist daher eine der besten Übungsformen bei Diabetes. Es werden einmal die Schwankungen des Blutzuckers ausgeglichen, das Übergewicht wird reduziert und so dem Schlaganfall vorgebeugt. In den nachfolgenden Punkten sollten die wichtigsten Gründe genannt werden, warum Schwimmen für Ihre Gesundheit sinnvoll ist, wenn Sie entweder unter Typ 1 oder Typ 2-Diabetes leiden.

A. Blutzuckerkontrolle

Gehen Menschen die unter Diabetes leiden regelmäßig schwimmen, so hilft dies den Blutzuckerspiegel zu kontrollieren. Dies liegt daran, da Schwimmen die allgemeine Fitness durch die Stärkung aller wichtigen Muskeln des Körpers verbessert. Dies ermöglicht dem Körper, effizienter Sauerstoff und Nährstoffe in die Zellen der Muskeln aufzunehmen. Dies ist auch der Hauptgrund, warum jede Form der sportlichen Betätigung für die meisten Menschen mit Diabetes sich der Blutzuckerwert verringert. Es erfolgt ein Absenken des „schlechten“ LDL-Cholesterins und die Erhöhung des „guten“ HDL-Cholesterins.

Für Diabetiker, die zu großen Schwankungen ihres Blutzuckerspiegel neigen, ist dies eine sinnvolle natürliche Kontrolle. Aber auch diejenigen, die Insulin benötigen, um ihren Blutzuckerspiegel zu kontrollieren, werden möglicherweise einen geringeren Bedarf an Medikamente benötigen.

B. Verbesserung des Herzkreislaufs

Schwimmen ist auch eine geeignete Übungsform für die Erhaltung und Verbesserung der Herz-Kreislauf-Gesundheit. Menschen, die unter Diabetes leiden, sind einem höheren Risiko für einen Schlaganfall, Herzinfarkt oder andere Herzerkrankungen ausgesetzt. Zu viel Cholesterin im Blut begünstigt die Arterienverkalkung. In Kombination mit anderen Risikofaktoren, wie Rauchen und hohem Blutdruck, schadet besonders ein hoher Cholesterinspiegel die Arterien. Durch Schwimmen wird die Durchblutung im Körper und in der Regel die Leistungsfähigkeit des Herzens verbessert. Gleichzeitig wird aber auch die Muskulatur aufgebaut. Dadurch wird das Risiko für die gleichzeitig auftretenden Herzprobleme bei Diabetikern verringern und in der Regel fühlen man sich gesünder und stärker.

C. Verbrennung von Kalorien

Schwimmen ist eine sehr effektive Form für die Gewichtsabnahme. Beim Schwimmen werden schnell Kalorien verbrannt und Muskulatur aufgebaut. Dies ist besonders wichtig für Diabetiker. Viele Menschen, die unter Fettleibigkeit leiden, haben auch Diabetes. Durch regelmäßige Aerobicübungen kann man sein Gewicht reduzieren. Schwimmen hat einen weiteren Vorteil für diejenigen, die bei anderen Übungsformen Schwierigkeiten oder Schmerzen haben, aber Übungen brauchen, um ihr Körpergewicht zu verlieren. Der Auftrieb hilft besonders bei Übungen bei Übergewichtigen, da der Stützapparat nicht überlastet wird.

D. Für eine gute seelische Gesundheit

Schwimmen eine angenehme Tätigkeit, die gleichzeitig auch die seelische Gesundheit fördert. Man kann sowohl allein schwimmen oder gemeinsam in einer Gruppe verschiedene Übung durchführen. Es können auch Schwimmgruppen mit anderen Diabetikern gebildet werden, wo man sich gegenseitig unterstützt.

Peter Rauch

Quellen:
diabetes.about.com/od/benefitsofexercise/a/swimming.htm
http://www.diabeticlifestyle.com/exercise/swimming-good-exercise-option-people-diabetes
http://www.onmeda.de/lexika/naehrstoffe/fette/cholesterin.html
diabetes.webmd.com/guide/exercise-guidelines

Abgelegt unter Gesundheit | Keine Kommentare »

Neue Lebensmitteltrends „Novel Food“, „Functional Food“

Erstellt von Nelia Sydoriak-Rauch am 17. August 2012

„Novel Food“ sind Lebensmittel oder Lebensmittelbestandteile, die bisher vom Menschen in nicht nennenswertem Umfang konsumiert wurden. Beispiele sind Lebensmittel, die mit neuartigen Produktionsverfahren hergestellt wurden, wie etwa neue Fettersatzstoffe oder Öle aus Mikroalgen.

Unter „Functional Food“ oder funktionellen Lebensmitteln versteht man Nahrungsmittel, die für bestimmte Bedürfnisse entwickelt wurden, wie zum Beispiel Elektrolytgetränke für Sportler. Diese speziellen Lebensmittel sollen nicht nur satt machen und schmecken, sondern auch mittel- oder langfristig die Gesundheit fördern.

Beispiele für Functional Food sind:

1 Lebensmittel mit einem höheren Gehalt an Antioxidantien (ACE-Getränke) oder Omega-3-Fettsäuren

2 Milchprodukte die Probiotika enthalten

3 Bestimmte Ballaststoffe

4 Nahrungsmittel mit zusätzlichen sekundären Pflanzenstoffen

Antioxidantien oder sekundären Pflanzenstoffen werden Wirkungen wie die Regulierung des Cholesterin- und Blutzuckerspiegels oder eine Minderung des Krebsrisikos zugesprochen.

Probiotische Lebensmittel (probiotisch = für das Leben) enthalten lebende Mikroorganismen, die die Darmflora positiv beeinflussen und das Risiko von Infektionskrankheiten senken. Sie sollen beispielsweise den Cholesterinspiegel senken, vor Krebs schützen und das Immunsystem stärken. Vollständig bewiesen sind diese Wirkungen allerdings noch nicht, auch wenn Probiotika erwiesenermaßen gegen Durchfallerkrankungen helfen können. In probiotischen Produkten wie Joghurt werden als Bakterienkulturen vor allem Milchsäurebakterien und Bifidobakterien eingesetzt. Sie gelangen ungehindert in den Magen und können sich dann im Dickdarm ansiedeln. Dazu müssen sie allerdings täglich, dauerhaft und in ausreichender Menge aufgenommen werden. Beim Absetzen der Lebensmittel erreicht das Wachstum der ursprünglichen Mikroorganismen wieder den Ausgangszustand.

Probiotika sind nichtverdauliche Lebensmittelbestandteile, wie zum Beispiel Oligofructose, die das Wachstum probiotischer Bakterien und damit deren Aktivität im Darm fördern. Dadurch können sie die Gesundheit des Menschen fördern.

Grundsätzlich kommt man ohne funktionelle Lebensmittel aus, wenn man sich ausgewogen ernährt. Nach Auffassung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung können Ernährungsfehler auch nicht durch den Verzehr von „Functional Food“ ausgemerzt werden. Das süße Bonbon wird nicht gesünder, nur weil ihm Vitamin C zugesetzt wird.

Quelle: Backes, Gunda; Ernährung TK 5/2009

Abgelegt unter Gesundheit | Keine Kommentare »