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Die wichtigsten Anzeichen von Vitaminmangel

Erstellt von retep11 am 21. April 2014

Vor wenigen Jahrzehnten gab es nach dem Winter nicht so viel Gemüse und frisches Obst. Die ersten frischen Salate füllten den Vitaminbedarf wieder auf. Heute gibt es das ganze Jahr über ausreichend Gemüse und Obst zu kaufen. Tritt ein Vitaminmangel (Hypovitaminose) auf, dann liegt es an unserer schlechten Ernährungsweise, dem Verzehr von Sandwiches, künstliche Lebensmittel, Fertiggerichte und süße Getränke. Diese Speisen führen zu einem Mangel an Vitaminen für unseren Körper. Gerade während der Wachstumsphase, während der Schwangerschaft und auch im höheren Alter benötigt man mehr Vitamine. Im höheren Alter wird weniger gegessen und der Stoffwechselprozess verschlechtert sich. Das heißt, die Nahrung wird nicht mehr so gut in seine Bestandteile, wie Vitamine und Mineralstoffe zerlegt. Wichtig ist auch zu wissen, dass Vitamine nicht auf Vorrat aufgenommen werden können. Es ist daher erforderlich, möglichst immer und gleichmäßig ausreichend Vitaminen und Mineralien aufzunehmen.

Vitaminreiches Essen

Gefährdete Personen, welche unter Vitaminmangel leiden.

Industriell verarbeitete Lebensmittel haben oft ein unzureichendes Angebot an wichtigen Nährstoffen. Aber auch die heutigen Naturprodukte, egal ob sie vom Biobauern stammen, haben weniger Vitamine und Mikronährstoffe als noch vor ein paar Jahren. Trotz dieser weniger guten Lebensmittel und verbreiteter schlechter Ernährungsgewohnheiten ist in Deutschland ein Vitaminmangel nur selten zu beobachten. Es gibt jedoch bestimmte Personengruppen, welche Ihren Körper nicht ausreichend mit Vitaminen und Mikronährstoffen versorgen. Hierzu gehören:

  • Die eine Diät durchführen oder im Alter am Tag weniger als 1500 kcal zu sich nehmen.
  • Störungen bei der Verdauung haben oder nach einer Operation am Darm oder Magen.
  • Eine sehr einseitige Ernährungsgewohnheit haben.
  • Die eine sehr extreme Kostform, Z. B. Vegane, auswählen.
  • Die an der Alkoholkrankheit leiden.
  • Häufige Einnahme an bestimmten Medikamenten, wie zum Beispiel Blutgerinnungshemmer (Marcumar (R)), Antibiotika u. a.
  • [1]

Ein Mineral- und Vitaminmangel verursacht eine Reihe von Krankheiten.

Oft ist die Ursache nicht allein auf den Mangel eines bestimmen Minerals oder eines Vitamins zurück zuführen. Vielfach ist dies auch mit anderen Ursachen verbunden. Isst man ungesund, so fehlen in der Regel nicht nur ein Vitamin oder ein wichtiges Mikronährstoff, sondern mehrere. Dieser Mangel kann häufig zu schweren Mangelerkrankungen führen, welche in der Regel behandelbar sind. Fehlen bestimmte Vitamine vollständig, so kann das bleibende Schäden hinterlassen. Nach einer Erhebung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung ist die Versorgung an Vitaminen in Deutschland weitestgehend gedeckt. Ausgenommen sind die Vitaminen D, E und Folsäure.
Nachfolgend ausgewählte Erkrankungen, welche auf einen Mangel an Vitamine zurück zuführen sind.:

  • Immunsuppression (vor allem bei Erkältungen), häufige blaue Flecken auf der Haut (es ist kein Grund ersichtlich), Zahnfleischbluten, schlechte Wundheilung. Grund: Mangel an Vitamin A (Ascorbinsäure).
  • Ergrauen und Haarausfall, Schälen der Haut, Müdigkeit, brennendes Gefühl in den Füßen, Magen-Darm-Erkrankungen. Grund: Mangel an Pantothensäure.
  • Blässe, Schälen der Haut, Haarausfall, Übelkeit und Appetitlosigkeit. Grund: Mangel an Biotin im Körper.
  • Verminderte Immunität, erhöhte Anfälligkeit für bronchopulmonale Erkältungen, verschwommene Sicht (vor allem in der Dämmerung), Trockenheit, Akne und Hautpeeling, trockene Innenflächen der Vagina, Beeinträchtigung der Fortpflanzungsfunktion der Eierstöcke, Abschürfungen, und Veränderung der Struktur des Haarwachstums. Grund: Mangel an Vitamin A (Retinol).
  • Risse an den Lippen Perleches, Cheilosis, Entzündung der Haut (Dermatitis http://de.wikipedia.org/wiki/Dermatitis), Störung in der Wahrnehmung von Farben und Anämie. Grund: Mangel an B 2 (Riboflavin).
  • Chronische Schwäche und Müdigkeit, Schwindel, Blutarmut. Grund: B12-Mangel (Cobalmin) im Körper.
  • Verschlechterung der Blutgerinnung, Blutungsneigung. Grund: Mangel an Vitamin K.
  • Anämie, Schwäche, Müdigkeit, gestörter Stuhlgang, Störungen des Magen-Darm-Traktes, in der Schwangerschaft – Fehlgeburt, angeborene Missbildungen und neonatale Entwicklung. Grund: Mangel an Folsäure.
  • Appetitlosigkeit, Schlafstörungen, extreme Reizbarkeit, Schwäche, Herzrhythmusstörungen, Schwellungen. Grund: Mangel an Vitamin B1 (Thiamin).
  • Beeinträchtigtes Wachstum und die Erhaltung von Knochen und Zähne, Reizbarkeit und eine Neigung zu Muskelkrämpfen, vor allem der Waden. Erhöhte Neigung zu Knochenbrüchen und ihre langsame Akkretion. Grund: Mangel an Vitamin D (Calciferol).
  • Anämie, Blutarmut, extreme Kopfschmerzen, Krämpfe in den Beinen, erhöhte Neigung zur Zerstörung der roten Blutkörperchen sowie Unfruchtbarkeit. Grund: Mangel an Vitamin E (Tocopherol).
  • Appetitlosigkeit, Lethargie, Apathie, Schlaflosigkeit, Reizbarkeit, Nervosität, blasse und trockene Haut, entzündliche Veränderungen der Haut, wenn sie Licht (Lichtdermatose) ausgesetzt sind, häufig Schwindel, Erschöpfung, abnormer Gewichtsverlust. Grund: Mangel an PP (Niacin).
  • Appetitlosigkeit, extreme Reizbarkeit, häufige Wutausbrüche, Depression, häufige Kopfschmerzen, Anämie, Veränderungen der Schleimhäute der Zunge, Dermatitis, Pigmentflecken auf den Händen und Füßen, erhöhte Anfälligkeit für Karies und für Krämpfe, sklerotische Gefäßveränderungen. Grund: Mangel an Vitamin B6 (Pyridoxin).

Literatur:
[1]Schäffler, Arne; Gesundheit heute, Krankheit- Diagnose â Therapie, 2007, Knaur Ratgeber Verlag S. 235

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Senioren und Ernährung

Erstellt von Nelia Sydoriak-Rauch am 20. Juli 2012

Senioren unterliegen aus verschiedenen Gründen einem erhöhten Risiko einer geminderten Nährstoffaufnahme. Altersbedingte Stoffwechselveränderungen vermindern die Nährstoffabsorption. Dies wird verursacht durch die geringere Magensäuresekretion und die schwächere Stoffwechselleistung der Niere sowie Leber. Hinzu kommen die Appetitlosigkeit (Einsamkeit, soziale Isolation oder Depressionen, Reduzierung des Geschmackes), wenig Flüssigkeitsaufnahme (Dehydratation), schlechte Zerkleinerung der Speisen im Mund (fehlende Zähne oder schlecht sitzendes Gebiss), Schluckstörungen, Unwohlsein, Medikamenteneinnahme aber auch Bewegungseinschränkungen führen zur Minderung der Nahrungsaufnahme.

In der Bethanien-Ernährungs-Studie (mit 300 über 75-jährige Krankenhauspatienten) wurde festgestellt, dass 22% von diesen nach dem klinischen Erscheinungsbild unterernährt waren. Die Sterblichkeit bei Unternährten ist deutlich höher als bei Übergewichtigen.

Bei älteren Menschen verringert sich der Energiebedarf, sodass die Nahrungsenergiezufuhr verringert sein kann. Der Vitaminbedarf bleibt. Da jedoch aufgrund des veränderten Stoffwechsels durch den Körper weniger Vitaminen und Spurenelemente aufgenommen werden entsteht ein Mangel. Daher ist eine Erhöhung der Nähstoffdichte erforderlich.

Nahrungsergänzungsmittel können Ernährungsdefizit korrigieren. Sie leisten somit einen Beitrag zur Vermeidung von Krankheiten und zur Erhaltung der Gesundheit. Sie verbessern die Versorgung des Körpers bei Mangel mit Mikronährstoffen. Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine unzureichende oder falsche Ernährungsweise. Sie können eine fettreiche sowie kohlenhydrat- und ballaststoffarme Ernährung nicht umkehren, die als Ursache vieler Erkrankungen angesehen werden kann.

Quelle: Leitzmann, Claus; Müller, Claudia; Michel, Petra; u.a. Ernährung in Prävention und Therapie, 2. Aufl. 2005, Hippokrates Verlag Stuttgart, S. 100, 144f

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