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Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher Medizinischer Produkte (Richtlinie 2004/24/EG) trat am 01.04.2011 in Kraft.

Erstellt am Donnerstag 5. Mai 2011

DIRECTIVE 2004/24/EC OF THE EUROPEAN PARLIAMENT AND OF THE COUNCIL of 31 March 2004
amending, as regards traditional herbal medicinal products, Directive 2001/83/EC on the Community code relating to medicinal products for human use

Frau Dr Corinne Enders hat hierzu in der pdf-Datei [1] die damit entstandenen Probleme fÃÂr die BÃÂrger der EuropÃÂischen Union dargestellt. Mit der Richtlinie wird der BÃÂrger entmÃÂndigt selbst ÃÂber seine eigene Gesundheit zu entscheiden. Traditionelle Heilpflanzen und Methoden mÃÂssen jetzt lizenziert werden. Kamillentee wird als Medikament eingestuft und kann nur noch in der Apotheke gekauft werden. FÃÂr den EU-BÃÂrger sind die Konsequenzen dieser Richtlinie im ersten Augenblick nur wenig durchschaubar. Es ist eine MarktverdrÃÂngung der pflanzlichen medizinischen Produkte durch chemische Medikamente.

Diese Richtline ist der Richtlinie "Human Medicinal Products Directive" (2001/83/EG, Ãânderung durch 2004/24/EG) untergeordnet. "Im Wesentlichen beschreibt sie ein vereinfachtes Genehmigungsverfahren (,fast-track') fÃÂr pflanzliche medizinische Produkte, fÃÂr die eine bibliographische Sicherheitsdatensammlung zusammen mit einem Expertenbericht 30 Jahre der sicheren Anwendung dokumentieren, davon mindestens 15 Jahre in der EU (Artikel 16(c)1(c))"[1] Innovative Produkte oder Heilmittel die aus Asien oder anderen Regionen der Erde dÃÂrfen somit in West- und Teile in Mitteleuropa nicht angewendet werden.
ââžBei diesem vereinfachten Verfahren entfÃÂllt die Notwendigkeit, Sicherheit und Wirksamkeit nachzuweisen, was typischer Weise der kostenintensivste Teil fÃÂr den Antrag auf Marktzulassung bedeutet.
AntrÃÂge fÃÂr eine Marktzulassung nach THMPD erfolgen ÃÂber bestimmte Mitgliedsstaaten mit Daten, die vom Ausschuss fÃÂr pflanzliche Arzneimittel (HMPC) der EuropÃÂischen Arzneimittel-Agentur (EMA) bewertet werden, der auch die Verantwortung ÃÂbertragen wurde, Monographien fÃÂr pflanzliche Substanzen zu verfassen.
(http://www.ema.europa.eu/htms/general/contacts/HMPC/HMPC.html)… Produkte, die nach THMPD genehmigt werden, sind zum Gebrauch ohne ÃÂrztliche Konsultation fÃÂr Diagnosezwecke, zur Verschreibung oder zur Therapiekontrolle zugelassen. Daraus erwachsen gravierende Probleme, da der Großteil der traditionellen medizinischen Produkte normalerweise nach ÃÂrztlichem Rat verwendet wird, und ein kleiner Teil dabei auch fÃÂr ernste Erkrankungen, wie Krebs, psychiatrische Erkrankungen, Infektionserkrankungen (z. B. Hepatitis,
Influenza), Herz-Kreislauferkrankungen, Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes. Keine dieser Anwendungsgebiete wÃÂrden durch die GenehmigungsbehÃÂrde akzeptiert.â✠[1]

FÃÂr viele pflanzliche Substanzen der traditionellen Medizin gibt es keine genotoxische Daten bzw. diese werden von der HMPC/EMA als unzureichend beurteilt. Diese Produkte werden von kleine oder mittelstÃÂndischen Unternehmen in wesentlich geringeren StÃÂckzahlen hergestellt als die Medikamente der pharmazeutischen Industrie. Es werden pharmazeutische Standards an die Komponenten, an die Kombination und weitere Forderungen gestellt.
Eine Kombination mit Komponenten tierischer Herkunft und Mineralien ist per Richtlinie verboten. Die Kosten fÃÂr die PrÃÂfung der Naturstoff oder fÃÂr die Mischung daraus kÃÂnnen bis zu 120âââ000 Euro kosten. FÃÂr ein kleines Unternehmen nicht bezahlbar.

ââžDiese Bestimmungen benachteiligen die Ayurveda, die Traditionelle Chinesische
Medizin, die SÃÂd-Ost-Asiatische, die Tibetische, die Amazonische und SÃÂdafrikanische Traditionen, die zu den ÃÂltesten und den am weitesten entwickelten Pflanzenbasierten Gesundheitstraditionen weltweit zÃÂhlen.â✠[1]

NatÃÂrliche Mineralstoff-Form, wie Mineralstoff-AminosÃÂure-Chelate, sind nicht mehr erlaubt. Bisher angebotene Naturprodukte mÃÂssen nach dieser Richtlinie die Dosis und Inhaltsstoffe anpassen bzw. verÃÂndern.

Das Naturprodukt und die Jahrtausende alten Heilmethoden sind gefÃÂhrlich, gefÃÂhrlich fÃÂr den Umsatz der Pharmaindustrie. Die Pharmalobbyisten konnten die
die EU-BÃÂrokraten hervorragend im Interesse der Sicherheit und des Wohls des unmÃÂndigen BÃÂrgers ÃÂberzeugen.

[1] Dr Corinne Enders; Richtlinie zur Verwendung traditioneller und pflanzlicher Medizinischer
Produkte (Richtlinie 2004/24/EG) www.anh-europe.org/files/100713_ANH-Briefing_Paper_THMPD_German.pdf

Weitere Quelle:
http://extratotal.de/?p=119
http://alles-schallundrauch.blogspot.com/2010/09/heilpflanzen-werden-in-der-eu-verboten.html

Erstellt am Donnerstag 5. Mai 2011 um 18:20 und abgelegt unter Gesundheit.

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