Sydora Haushaltservice
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Die physiologische Wirkung der Farben auf den Menschen

An die Planung der richtigen Farbgestaltung einer Wohnung werden hohe Ansprüche gestellt. Sie sollte sich nach der Nutzung und möglichst auch nach dem Alter und dem Geschlecht richten. Hier kann unter Umständen auch eine geeingete Planungssoftware helfen.

Weiße Farben wirken erziehend auf Sauberkeit und Ordnung. Dunkle Farben wirken erdrückend und Unsauberkeit fällt nicht so stark auf. Bei grauen Farbtönen ist die Unterschiedsempfindung nur sehr gering. Gegenstände (Knöpfchen und Schalter an Geräten) sind schlecht erkennbar. So können in den Räumen durch entsprechende Farbgestaltungen günstigere Wirkungen erzielt werden.

Monotone Hausarbeiten können durch anregende lebhafte Farben und Farbkontraste erleichtert werden. Wenn man sich nach anstrengender Arbeit entspannen möchte, dann sind beruhigende Farben geeignet. Jugendliche lieben lebhafte und ältere Menschen dagegen ausgeglichene Farben. Frauen bevorzugen warme Farbtöne. Störend wirken zu lebhafte und intensive Farben. Zum Beispiel scheut man sich einen leuchtenden und farbigen Fußboden zu betreten oder glanzlackierter Fußböden wirken verunsichernd. Dunkle Rot- oder Brauntöne bis hin zu Sandfarben werden hingegen als normal empfunden. Dies hängt damit zusammen, dass der Himmel hell ist und der Erdboden dunkel. Räume mit dunklen Decken und hellen Fußböden stellen unsere Empfindungen auf den Kopf.

Durch geschickte Raumaufteilung, wie die Wahl der Möbel (Größe, Form und Farbe) und ihren Standort, und durch die Farbgestaltung der Raumflächen kann optisch die vorhandene Raumgröße verändert werden. In kalten Räumen sollten warme Farbtöne verwendet werden. Untersuchungen ergaben, dass der Temperaturunterschied bei gleicher Behaglichkeit und im gleichen Raum nur bei anderer Farbgestaltung bis zu 2 K betragen kann. Farblich kühl (blau) gestaltete Umgebungen bewirken bei 22 ºC ein Kältegefühl und führen unbewusst zur höheren Einstellung der Heizung. Dagegen hat man ein angenehmes Empfinden, wenn statt der blauen Wandbeschichtung gelborange verwendet wurde.

Diese psychophysische Farbwirkungen entstehen durch den Einfluss der Farben auf Prozesse und Eigenschaften des Menschen, zum Beispiel Wahrnehmungsleistungen, Gedächtnis, Assoziationen, Synästhesie, Emotionen, Gesundheitszustand, Alter, Temperament und a. So können ungünstige geometrische Raumverhältnisse korrigiert, die Funktion und Nutzung einer individuellen Note gegeben, Feinheiten hervorgehoben, Blendungen vermieden oder Gefahrenbereiche hervorgehoben werden.

Mangelnde farbliche Gestaltung von Räumen haben Einfluss auf das Wohlbefinden, die Leistungsbereitschaft und Konzentrationsfähigkeit. Das gilt auch für den heimischen Arbeitsplatz. Irgendeine dunkle Ecke im Keller ist ungeeignet. Es werden aber auch psychologische Wirkungen erreicht, zum Beispiel empfindet man die gelbe Kiste leichter, als wenn diese mit einer schwarzvioletten Farbe versehen ist.

Geistige Arbeiten durch anregende Farben gelb, hellgrün, orange
warme Räume durch kalte Farben Grün- und Blautöne
kalte Räume durch warme Farben Gelb- und Orangetöne
hoher Geräuschpegel durch passive Farben Grün-, Blau- und Brauntöne


Psychologische Wirkungen von Farbeindrücken
FarbeWellelänge λ/nm Distanzwirkung Temperaturwirkung Psychologische Wirkung
Blau 460 Entfernung sehr kalt beruhigend
Grün 530 Entfernung kalt bis neutral sehr beruhigend, ausgeglichen
Rot > 600 sehr nah sehr warm sehr aufreizend,warnend, beunruhigend
Orange 590 nah sehr warm anregend bis aufdringlich
Gelb 570 nah warm anregend
Braun   nah, einengend warm anregend
Violett < 430 nah neutral unruhig, kreativ, schwermütig, deprimierend

Für die Raumgestaltung sollten folgende Grundrichtungen beachten:

  1. Es wird ein Bezugspunkt festgelegt. Das können Möbel, der Fußboden oder auch die Fensterdekoration sein. In der Regel ist es leichter, die Farbe der Einrichtung anzupassen als umgekehrt.
  2. Alle Elemente des Raumes sollten für den Betrachter wahrnehmbar sein. Das gilt zum Beispiel, ob man die räumliche Gliederung betonen oder korrigieren oder Kontraste im Raum bilden möchte. Kleine helle Räume wirken einfarbig, bei dunklen sollten einheitlich helle, pastellige Farbtöne bevorzugt werden. In großen hellen Räumen lässt sich fast alles machen. Sind diese dunkel, so vertragen diese nur weiche Kontraste. Schmale lange Räume lassen sich durch die Betonung der Stirnfläche optisch verkürzen und hohe Räume wirken durch dunklere Decken niedriger.
    Ebenso ist zu beachten, dass Farben bei Tageslicht anders wirken als bei künstlicher Beleuchtung. Große Flächen wirken bei dunklerer Farbe immer dunkler als bei kleinern Flächen.
  3. Der festgelegte Bezugspunkt sollte auch der Blickpunkt sein, denen sich alle anderen Raumelemente unterordnen.

Beispiel zur Farbgestaltung auf die optische Raumgeometrie bei schmalen und breiten Räumen

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Das Zusammenspiel der Farben

Die nachfolgende kurze Einführung kann in keinem Fall die Erkenntnisse der Farbharmonie ersetzen. Farbkreis, drei Grundfarben und deren Komplementärfarben Behilflich für die Farbauswahl ist ein Farbkreis. Die drei Grundfarben und deren Komplementärfarben werden durch sechs weitere Farben ergänzt. Weitere Farben erhält man durch Veränderung der Sättigung und der Helligkeit, für die die gleichen nachfolgenden Gesetzmäßigkeiten gelten.
Von oben in Uhrzeigerrichtung beginnend, Rot (FF 00 00), Orange (FF 99 00), Gelb (FF FF 00), Gelbgrün (99 FF 00), Grün (00 FF 00), Blaugrün (00 FF 99), Cyan (00 FF FF), Hellblau (00 99 FF), Blau (00 00 FF), Violett (99 00 FF), Magenta (FF 00 FF) und Purpur (FF 00 99)[Klammerwerte = RGB-Wert].

Farbkreis, Farbtöne die als kalt und als warm empfunden
Farbtöne die als kalt und als warm empfunden werden.

Farbkreis, KomplementärfarbenGegenüberliegende Farben werden als Komplementärfarben bezeichnet. Sie haben den höchsten Kontrast zueinander und wirken besonders auffällig. Sie werden allerdings oft auch als unangenehme Farbkombination empfunden.

 

Farbkreis, aufgeteilte KomplementärfarbenBei aufgeteilten Komplementärfarben werden die nächstgelegenen Nachbarfarben genutzt. Es entstehen so mehr Kombinationsmöglichkeiten und weniger auffällige Farbkombinationen.

 

Farbkreis, Nebeneinander angeordnete FarbenNebeneinander angeordnete Farben in einem 90 º-Winkel passen auch gut zusammen.

Farbkreis, Triade aus drei Farben 

Eine weitere ausgeglichene Anordnung stellt eine Triade aus drei Farben dar. Die Eckpunkte des Dreiecks haben 120 º.

Farbkreis, doppelt geteilten Komplementärfarben

 

Die doppelt geteilten Komplementärfarben ergeben sich durch das aufgelegte Rechteck auf den Farbkreis. Wird ein Eckpunkt weggelassen, so reduziert sich die Farbanzahl.

 

Farbkombinationen ausprobieren


Einige Links zu Farben

Was Goethe an Farben interessierte und warum Weiß die Unschuld symbolisiert (Die Farbe Weiß empfinden wir, wenn alle Wellenlängen im Licht enthalten sind.)
Goethes-Farbenlehre Johan Wolfgang von Goethe studierte unterem auch Naturwissenschaft und etwa die Hälfte seiner Schriften haben naturwissenschaftlichen Inhalt.
Goethe und die Wolken  Ossing, GFZ Potsdam
Farbenlehre / Die Evolution der Farben - alternative Theorie
 Die Farben des Lichts - Einführung in die Farbenlehre von M.Becker
What is Color - Color and Luminance - Cone and Rod Vision - Contrast
Leuchtende Kunststoffe

Einige Links zur RGB- Technik

Wie macht man aus dem sichtbaren Spektrum die RGB- Farben auf dem Monitor?
RGB World - RGB Color Info- super Seite!
Lonster's RGB to HEX translator
RGB Color Codes and Names
RGB - Hexadecimal Color Conversion
RGB Browser Colors
Color addition
Color subtraction

3D Techniken

Professional Stereoscopic Three Dimensional Services
Ray3D - Stereoscopic Imaging, 3D photo and video production
DepthCharge Viewer: Stereoscopic 3d plugin for your web-browser
Stereo Photography
3D Webscapes

Quelle:
Skiba, Reinald; Taschenbuch Arbeitssicherheit, 6. Aufl. Erich Schmidt Verlag 1990, S.300 ff
Schmidt, Joachim; Bauen aber richtig! 1. Aufl., Books on Demand GmbH, Norderstedt, 2005, S. 40
Steinbauch, R.; Vorlesung Arbeitspsychologie, TH Leipzig 1989
Grams, Monika; Was Farben alles können, BüroPraxis 5/93 S.14-15

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