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Fasten
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| Rauch |
Geschrieben am 18-12-2010 22:17
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![]() Beiträge: 119 Registriert seit: 16.12.09 |
Die Tradition des Fastens ist Jahrtausende alt. Fast immer waren damit religiöse und gesundheitliche Zwecke verbunden. Fasten mit dem Ziel der Gewichtsabnahme war meist nicht nötig, da nur wenige Menschen unter Übergewicht litten. Auch heute versteht man unter dem klassischen Fasten mehr als „nicht zu essen", nämlich eine ganzheitliche „Reinigung" von Körper, Geist und Seele. In der Naturheilkunde soll die Zeit des Fastens eine Zeit der Selbstfindung und der Besinnung sein. Diese Form des Fastens, die nicht vorrangig der Gewichtsabnahme dient, nennt man Heilfasten. Die Gewichtsabnahme ist dabei nur ein Nebeneffekt. Fasten und „Schlacken" Laut Anhängern von Fastenkuren steigert Fasten das Wohlbefinden, stärkt das Immunsystem und verbessert die Konzentration. Durch Entschlackung, Entgiftung und Entwässerung soll es die Haut straffen und zum Beispiel gegen Cellulitis wirken. Schlacken sind Ablagerungen in Haut und Bindegewebe sowie Cholesterin und Eiweiß aus den Gefäßen. Wissenschaftlich bewiesen ist das Vorhandensein dieser Schlacken allerdings nicht. Die gängige Lehrmeinung geht davon aus, dass Stoffwechselprodukte, die der Körper nicht mehr braucht, über Leber und Niere entgiftet und ausgeschieden werden. Ist Heilfasten wirklich heilsam? Bei Erkrankungen wie Rheuma und anderen Gelenkerkrankungen kann durch Heilfasten eine deutliche Besserung der Symptome erlangt werden. Fasten nur zur Gewichtsabnahme ist nicht unbedingt ideal: Denn erstens erfolgt keine Ernährungsumstellung und zweitens wird der Jojo-Effekt begünstigt, da der Körper beim Fasten auf Sparflamme schaltet. Wer eine radikale „Nulldiät" macht, sollte daran denken, dass Nebenwirkungen wie Schwäche, Schwindel, Übelkeit oder auch ernsthafte Herz-Kreislauf-Probleme auftreten können. Fazit: Richtig angewendet kann Fasten die Gesundheit positiv beeinflussen. Aber auch Komplikationen wie Kreislaufversagen und Übelkeit können kurzfristig vorkommen. Sprechen Sie daher vor dem Fasten mit Ihrem Arzt! Wer länger als ein paar Tage fastet, sollte sich unbedingt bei einer Ernährungsfachkraft oder einem Arzt über die Einnahme von Vitaminen und Mineralstoffen informieren, um Mangelerscheinungen zu vermeiden. Quelle: Backes, Gunda; Ernährung TK 5/2009 Peter Rauch Leipzig |
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